Wie eine Familie durch eine ungeplante Investition von 8000$ zu Millionären wurde

Obwohl Nike (damals noch „Blue Ribbon“) im Jahr 1970 schon seit 6 Jahren erfolgreich am Markt war, plagten den Gründer Phil Knight noch immer Liquiditätsprobleme. Schließlich tat er, was er nie tun wollte und pumpte jeden an, ob Freunde, Familie oder sogar flüchtige Bekannte. Damals konnte man noch nicht ahnen, dass Nike in den 1990ger zur meistgetragenen Kleidungsmarke der Welt werden würde. Keiner hatte Interesse in seine Firma zu investieren.

Eines Tages saß er an seinem Schreibtisch und starrte aus dem Fenster, als sein Freund und einer seiner ersten angestellten „Woodell“ an der Tür klopfte. Dieser offenbarte ihm, dass seine Familie Nike mit 5000$ unterstützen wolle und kein Nein akzeptieren würde. Wenige Tage später tat Phil, was er sich niemals hätte träumen lassen. Er fuhr zu dem Haus der Woodells, um das Angebot seines Angestellten in Anspruch zu nehmen.

Phil wusste, dass die Familie seines Angestellten nie sonderlich vermögend waren und die 5000$ die gesamten Ersparnisse waren. Doch er irrte sich, die Woodells hatten sogar noch ein wenig mehr, was sie Phil ebenfalls anbote. Als er dieses Angebot ebenfalls annahme hatte er 8000$ (Bei der heutigen Kaufkraft des Dollars wären es 2018 um die 52.000$ gewesen) erhalten.

Auf dem Weg hinaus fragte Phil: „Wieso tun sie das?“  – „Nun ja“ sagte Frau Woodell, „wenn man schon der Firma, für die der eigene Sohn arbeitet, nicht trauen kann, wem soll man dann trauen?“

Die Woodells waren die Ersten die an Phil und Nike geglaubt hatten, 10 Jahre später sollte sich das auszahlen!

 

Als Nike am 02. Dezember 1980 an die Börse ging setzt sich der Sohn der Woodells zu seinen Eltern an den Tisch und erzählt ihnen die Neuigkeiten. „Was hat das zu bedeuten?“ flüsterten sie. „Das bedeutet, dass eure ursprünglichen 8000$, die ihr Phil geliehen habt, jetzt 1,6 Millionen Dollar betragen! Wenn man schon der Firma, für die der eigene Sohn arbeitet, nicht trauen kann, wem soll man dann noch trauen?